Whisky mit Madeira Wein Einfluss
Bei unserem letzten Whiskynasen Stammtisch Ende Februar, haben wir uns seit langen mal wieder einem Thema gewidmet. Mehrheitlich wurde Whisky, der Einfluss eines Madeira Weinfasses hatte, gewählt. Egal ob es sich dabei um eine Vollreifung, eine Mischung oder Finish handelte. Auch das Land und die Region sollte keine Rolle spielen. Der ein oder andere konnte auch einiges zur Thematik, in Form von Whiskyflaschen jeglicher Couleur, beitragen.
Als Grundlage diente zunächst ein original „Madeira Wine“ von der gleichnamigen Insel im Atlantik. Die meisten hatten nie zuvor einen Madeira Wein im Glas, so war das schon mal eine neue Erfahrung.
Zuerst haben wir versucht uns ein Geruchs- und Geschmacksprofil zu dem Madeira Wein zu erarbeiten.
Relativ kräftig nussige Noten gepaart mit einem Duft nach Röstaromen und süßen Trockenfrüchten, Orangenaromen, Honig, Karamell und Vanille, interpretierten wir in dieses Getränk. Insgesamt aber auch ein relativ trockenes Mundgefühl, was wohl der Rebsorte und dem Holzeinfluss zu verdanken ist. So unsere persönlichen Eindrücke dieses Weines.
Im zweiten Schritt versuchten wir nun dieses Profil in den Whiskys wieder zu entdecken.
Erstaunlicherweise war dieses Profil bei den meisten tatsächlich gut zu finden. Egal aus welchem Land oder welcher Region.
Dabei stach für uns der Glencadam Whisky klar hervor, bei dem die typischen Noten sich schon beim ersten Kontakt mit der Nase wiederfanden und sich im Geschmack auch fortsetzten.
In der Tat war es bei dem ein oder anderen Kandidaten ähnlich. Wir empfanden es nur weniger intensiv, oder die Aromatik wurde durch andere Einflüsse beeinträchtigt. insgesamt war aber der direkte Vergleich untereinander eine echt interessante Erfahrung die wir sicherlich mit anderen Fassreifungen wie beispielsweise Sherry, wiederholen werden.


