Loch Lomond und Glen Scotia Tasting mit BEST BRAND AMBASSADOR OF THE YEAR Sebastian Büssing
Bei Dirk Schlüter von Schlüter`s Geniessertreff in Wülfrath haben wir ja schon so manch interessante Whiskyveranstaltung genießen dürfen. Und auch an diesem Abend stand wieder ein exklusives Whisky Tasting bei Schlüters Geniessertreff an.
Durch den Abend führen sollte diesmal kein Geringerer als Sebastian Büssing. Jüngst durch das Fachjournal Der Whisky-Botschafter zum Brand-Ambassador of the year 2025 gewählt. In dieser Position vertritt er unter anderem die Destillerien Loch Lomond aus den Highlands sowie Glen Scotia aus der kleinen Whiskyregion Campbeltown.
Diese beiden spannenden, aber auch sehr unterschiedlichen Destillerien sollten auch das Thema des heutigen Abends sein. Jedoch ging es heute weniger um die Standardabfüllungen als um ausgewählte Special Releases der beiden Brennereien.
Nach den einleitenden Begrüßungen durch die Gastgeber, zu denen ein einsteigender welcome-dram gereicht wurde, ging es im ersten Teil mit drei ausgewählten Tropfen aus der Loch Lomond Destillerie los. Den Reiz des Abends stellten die fordernden Fragen von Herrn Büssing dar, der mit wohl dosiertem Fachwissen die Aromen- und Geschmackseindrücke der Tastingteilnehmer herauskitzelte. Als klares Motto stand hierbei jedoch „falsch gibt es nicht“ im Raum.
So kam schnell eine lockere und amüsante Atmosphäre zu Stande
Der 16-jährige Loch Lomond aus der Waypoint-Serie konnte mit einem Cognac-Finish überzeugen. Beim folgenden 20-jährigen Destillat, welches im Rahmen der Golf-Open-Serie abgefühlt wurde, lenkte Herr Büssing geschickt die Aufmerksamkeit auf die Geschmacksbesonderheit, welche durch das Finish in eher seltenen English Virgin Oaks, erzeugt wurde. Mit einer 12-jährigen Exclusive-Cask-Abfüllung mit Madeira-Finish zeigte sich einmal mehr, wie vielfältig diese interessante Destillerie produziert. Dies kann unter anderem damit erklärt werden, dass bei Loch Lomond nicht nur auf den bekannten Pot-stills gebrannt wird, sondern es kommen auch sogenannte straight neck Pot stills mit geradem Hals und unterschiedliche coffey-stills zum Einsatz. Der häufig hervorgebrachte Industriecharakter dieser Brennerei ist aufgrund der benannten Vielfältigkeit der Brennereiverfahren sowie des äußeren Erscheinungsbildes der Destille nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem bringt sie z.B. durch die lange Fermentationszeit hervorragende Whisky’s hervor, die uns sehr gefallen haben.
Nach der kurzen Pause, die mit einem kleinen Snack angereichert wurde, ging es mit drei leckeren drams aus der zweiten Brennerei Glen Scotia weiter. Kaum vorstellbar, dass heute nur noch zwei echte Brennereien in dem ehemaligen Zentrum der schottischen Whiskyherstellung existieren. Einst befanden sich über 30 Destillerien in dem kleinen Örtchen Campbeltown. Eine der Verbliebenden ist Glen Scotia.
Der erste dram war die letztjährige Abfüllung zum Campbeltown-Festival. Ein 9-jähriger Whisky mit einem doch eher ungewöhnlichen Fino-Sherry-Finish. Bei Sherry denken doch viele eher an die süßen Einflüsse. Der trockene Fino hat diesem Whisky jedoch eine ganz andere besondere Note verliehen. Die volle Süße konnte man dann hingegen wieder beim nächsten dram spüren. Es handelte sich um eine Pedro-Ximénez Vollreifung ohne Altersangabe jedoch mit stolzen 60-Vol% Fassstärke. Zum Abschluss des heutigen breiten Tasting-Programms wurde ein 14-jähriger rauchiger Glen Scotia eingeschenkt, der ein Finish in einem Barolo Rotwein-Fass erhalten hat. Eine echte Achterbahn der Aromen und Geschmacksstoff
Insgesamt waren wir von dem vielfältigen Spektrum der von Sebastian Büssing ausgesuchten Special-Releases sehr angetan. Es war wieder einmal ein spannender und informativer Abend mit netten Menschen und einem großartigen Gastgeber-Team. Wir kommen immer wieder gerne hierher und freuen uns schon auf das nächste Whisky Tasting bei Schlüter’s Geniessertreff.