Ein Tasting mit Brand Ambassador Andreas Künster
The Macallan Tasting bei Schlüters Geniessertreff.
Am 14.03.2025 lud Dirk Schlüter, vom Schlüters Geniessertreff in Wülfrath, mal wieder zu einem aussergewöhnlichem Tasting ein. Die Whiskynasen Essen waren mit einem Vertreter, unserem lieben Hörbi, mit dabei.
Das Thema bei diesem WIC (Whisky in Conversation) war die Destille „The Macallan“, welche zwar einen ausgezeichneten Ruf hat, aber auch so manchen durch ihre relativ hohen Preise vom Kauf abschreckt.
The Macallan
Der Ruf von The Macallan Whisky basiert auf einem Produkt von herausragender Qualität und unverwechselbarem Charakter.
The Macallan Brand Ambassador Andreas Künster führte sehr unterhaltsam und fundiert durch den Abend mit den folgenden vier Whiskys:
„The Macallan 12 Jahre Sherry Cask“
„The Macallan 15 Jahre Double Cask“
„Signatory Speyside Aged 13 Years 1st Fill Refill Oloroso Sherry Butts“
„Gordon und MacPhail Speymalt 18 Jahre Single Cask No. 9623“
Bei der Nr. 3 stand der Name der Destille nicht auf der Flasche, aber nach diversen „Infos“ aus dem Netz soll The Macallan dahinterstecken. Dazu später mehr.
Verkostung
Das Tasting began mit dem 12er Standard aus dem Sherry (Oloroso) Cask.
Dazu gab es, zumindest für die meisten der etwa 30 Gäste, überraschende Informationen. Bei Vollreifung im Sherry Fass, wie bei The Macallan, dient der Sherry nicht dazu die Farbe zu verstärken oder den Sherry Geschmack in den Whisky zu bringen, sondern ganz anderen Zwecken.
Der Sherry wird ins Fass gefüllt und holt mit seinem relativ niedrigen Alkoholgehalt einige Aromen aus dem Holz, Aromen, die man nicht im Whisky haben will. Dann erst wird der New Make mit dem hohen Alkoholgehalt eingefüllt, der dann die erwünschten Aromen hervorbringt. Ebenso wird die Farbe des Whiskys aus dem Holz gewonnen und stammt eher nicht vom Sherry. Ganz anders ist es bei Sherryfinishes.
Nach diesen, für die Meisten, überraschenden Informationen, wurde uns dann den 15er Double Cask (Europäische und Amerikanische Eiche) zur Verköstigung eingeschenkt. Dieser Präsentierte sich mit einem sehr vollen Vanillegeschmack, der später etwas mit Kräutern gewürzt wurde. In diesem Zuge erfuhren wir, dass The Macallan seit vielen Jahren nur noch eigene Fässer benutzt. Das heißt, man sucht selbst die Bäume aus, lagert und trocknet das Holz in eigener Regie, um dann letztendlich die Fässer herzustellen. Bei The Macallan ohne Vorüberlegung durch Bourbon, weil man die Aromen, die der Bourbon sonst aus den Fässern holt, selbst nutzen möchte.
Der dritte Whisky war dann doch anders. Zum einen hatte er Fassstärke und zum anderen war sowohl Nase als auch Geschmack ziemlich unterschiedlich zu den vorher verkosteten Whiskys. Alle waren sich einig, dass das kein The Macallan war, die Tendenz ging bei den Meisten eher in Richtung Mortlach
Der vierte Whisky des Abends, auch in Fassstärke, war dann wieder mit Sicherheit ein The Macallan. Volles Aroma (wieder Vanille und Kräuter wie bei dem 15er aber deutlich kräftiger) der gern ein paar Tropfen Wasser vertragen konnte.
Alles in allem ein schöner und informativer Abend mit unserem Lieblingsgetränk.
Erlebnisbericht von Hörbi